Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation

Sie sind hier:

Hauptinhalt

SchnupperUni der TU Dortmund

SchnupperUni der TU Dortmund schlägt die Brücke von der Schule zum Studium

110 Schülerinnen und Schüler erleben eine Woche an der Universität

Brückenbau im Chemie-Technikraum der TU Dortmund: Verna Lauer (18) setzt den Schlussstein einer Modellbrücke mit Rundbogen. Danach demontiert sie das Baugerüst. Die Konstruktion hält. Aber als sie am Fuß der Brücke das Fundament – eine Halbliter-Wasserflasche – etwas lockert, stürzt das Bauwerk in Sekundenbruchteilen zusammen. Verna sowie 14 weitere Schülerinnen und Schüler erleben Physik live, und dazu auch noch ein Stück Statik und Maschinenbau.

 

Verna Lauer und rund 110 Schülerinnen und Schüler „schnuppern“ in dieser Woche an der TU Dortmund. Anlass ist das Projekt SchnupperUni. Im kommenden oder in zwei Jahren werden sie ihr Abitur in der Tasche haben und orientieren sich bereits jetzt, ob sie anschließend eine Ausbildung machen oder studieren wollen. Verna Lauer, die jetzt die Klasse 11 des Dortmunder Leibniz-Gymnasiums besucht, ist noch unschlüssig, wohin sie ihr Weg nach der Schule führen wird. Richard Käpp (17) weiß dagegen schon, dass er in Richtung eines naturwissenschaftlichen Studiums gehen wird. In diesen Tagen testet er für sich, ob er praxisorientierter an einer Fachhochschule oder mit mehr Theorieanteil an einer Universität lernen will.

 

Praktische Einblicke ins Studium

Wobei es bei der Veranstaltung „Brücken bauen in Theorie und Praxis“ der Fakultät Maschinenbau sehr praktisch zugeht und eine sprichwörtliche Brücke zwischen Schule und Universität geschlagen wird. Im Labor sägen und bohren die Schülerinnen und Schüler filigrane Buchenleisten, um daraus eine Mini-Brücke zusammen zu stecken. Betreuer Roland Hirsch sieht die Schülerinnen und Schüler mit Eifer am Werk: „Sie lernen den Umgang mit dem Material; der Einsatz einer Fertigungsvorrichtung – die Leisten werden in einen Metallblock eingelegt – zeigt ihnen, wie sie exakt bohren können. Und selbst das Thema Transport und Logistik berücksichtigen wir bei unserer Übung“, berichtet Hirsch. Die Schülerinnen und Schüler haben nämlich zuvor einen Transportbehälter aus Papier gefaltet, der sich ähnlich stabil wie ihre Brücke erweist.

Weniger handwerklich, aber trotzdem praxisorientiert geht es beim Vortrag über „Anwendungsszenarien medizinischer Bildverarbeitung“ zu, der zeitgleich angeboten wird. Dr. Frank Weichert schildert am Beispiel einer Missbildung es Kiefers, wie mit Hilfe der digitalen Bildverarbeitung Ärztinnen und Ärzte die Möglichkeit bekommen, eine Operation bestmöglich umzusetzen. Dabei arbeiten Informatik und Medizin interdisziplinär zusammen, die digitale Bildverarbeitung hilft dabei. Als zweites Anwendungsbeispiel stellt Weichert den Schülerinnen und Schülern die Überführung visueller Informationen – das Sehen von Bildern – in taktile Informationen, in das Ertasten von Bildern vor. Ziel ist, Blinden oder hochgradig sehbehinderten Menschen mithilfe eines PC-basierten Systems Informationen zugänglich zu machen, die normalerweise nur für Sehende verfügbar sind. Umfangreiche Formeln und mathematische Ableitungen übersetzt Weichert den Schülerinnen und Schülern.

 

Studierende begleiten Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Begleitet werden sie durch die SchnupperUni-Woche von Studierenden der TU Dortmund. Dabei geht es um mehr als nur, auf Campus Nord oder Süd die Seminarräume zu finden, meint Justina Foth, Betreuerin und Studentin der Elektrotechnik: „Die Schülerinnen und Schüler sind meist des erste Mal an der TU Dortmund“, berichtet sie von ihren Gruppen. „Sie haben noch keine Vorstellung von den Abläufen an der Universität, von den Herausforderungen, vor denen sie stehen, aber auch von den Chancen, die sie hier haben. Da helfen wir und können ihnen auch die anderen – weniger wissenschaftlichen – Seiten des studentischen Lebens vermitteln.“

 

Möglichkeit zum Erkunden neuer Fachbereiche

Eine Woche Sommerferien – und das bei strahlendem Sonnenschein –an der Technischen Universität Dortmund zu verbringen, bereuen die Absolventinnen und Absolventen der SchnupperUni nicht. Diese ist für sie vor allem ein Angebot, auf Entdeckungsreise zu gehen und bisher unbekannte Fachgebiete zu erkunden. Es ist eine Chance, herauszufinden, was sie im Studium wahrscheinlich erwarten wird. Das größte Kompliment kam dazu von Richard Käpp: „Die Woche ist es wert – allein schon wegen der ganzen Mühe, die man sich mit uns gibt.“

 

 



Nebeninhalt

Technische Universität Dortmund

Zentrale Studienberatung (ZSB)

Susanne Lindemann

Tel: (0231) 755 5288

Rebecca Ackerschott

Tel.: (0231) 755 7107

Infos:

 

 

Social Media

Twitter Instagram RSS-Feed