Ringvorlesung der Fakultäten Kulturwissenschaften sowie Architektur und Bauingenieurwesen, Wintersemester 2010/2011, Museum für Kunst und Kulturgeschichte
Bislang ist das Ruhrgebiet bekannt als eine von privaten Initiativen der Industrie geprägte Region, die vornehmlich in wirtschafts- und sozialhistorischer Hinsicht untersucht wurde. Ab dem 16. September wollen PD Karl Lauschke vom Historischen Institut, Prof. Horst Pöttker vom Institut für Journalistik, Prof. Wolfgang Sonne vom Lehrstuhl Geschichte und Theorie der Architektur sowie Wolfgang Weick und Dr. Gisela Framke vom Museum für Kunst und Kulturgeschichte in sieben Stadtgesprächen die Rolle der öffentlichen Kultur in der Metropole Ruhr beleuchten. Die Ringvorlesung schließt thematisch an die sieben Stadtgespräche des Sommersemesters 2010 an.
Ins Leben gerufen wurde der Wettbewerb „Literatur von der Ruhr“ von dem Literaturwissenschaftler Oliver Ruf. Im Rahmen eines Hochschulseminars am Institut für deutsche Sprache und Literatur der TU Dortmund gab er Studenten und Studentinnen verschiedener Fachrichtungen, unter anderem der Literatur- und Kulturwissenschaften sowie der Journalistik, die Möglichkeit, selbst einen Beitrag zur Kulturhauptstadt zu leisten und einen Schreibwettbewerb zu planen und zu realisieren. Nun findet die Preisverleihung des Wettbewerbs am 15. Dezember 2010 im Internationalen Begegnungszentrum statt.
25 Jahre "Campus Cantat", das sind 25 Jahre Chormusik mit Musikfreunden aus aller Welt. Zum Jubiläum der internationalen Musikwoche der TU Dortmund im Kulturhauptstadtjahr werden zwischen dem 15. und 21. Juli 2010 an die 100 Sängerinnen und Sänger aus der ganzen Welt gemeinsam auf Schloss Nordkirchen proben und die Ergebnisse auf zwei Konzerten in der Dortmunder Propsteikirche und in der katholischen Pfarrkirche Heilige Familie in Kamen präsentieren. Die musikalische und konzeptionelle Leitung übernimmt wieder Reinhard Fehling, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Musik und Musikwissenschaft.
Die A40 ohne Autos – für viele Bewohner des Ruhrgebiets ist das unvorstellbar. Doch genau dieses Szenario wird sich am 18. Juli 2010 auf der Hauptverkehrsader der Region ereignen. Dann feiern die Bürger und Besucher der Metropole Ruhr ein einmaliges "Fest der Alltagskulturen" mitten auf der Autobahn. Für die Kulturhauptstadt Europas Ruhr.2010 entsteht auf einer Strecke von fast 60 Kilometern aus 20.000 Tischen eine Begegnungsstätte der Kulturen, Generationen und Nationen. Und auch die TU Dortmund wird auf dieser längsten Tafel der Welt vertreten sein.
Dass Kohleabbau und Eisengewinnung im Ruhrgebiet nur noch eine untergeordnete Rolle spielen, zeigen die Studierenden des Bezirksvereins Rhein-Ruhr des Verbands der Elektrotechnik (VDE) ihren Kommilitonen aus Deutschland und ganz Europa vom 10. bis 13. Juni. Während des viertägigen Entdeckungsprogramms können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen von Exkursionen, Stadtführungen, Workshops und einem großen Fußballturnier neue Eindrücke gewinnen und Freundschaften schließen.
Studierende, Wissenschaftler und Künstler aus dem Ruhrgebiet diskutieren im Juni 2010 eine Woche lang interdisziplinär und spartenübergreifend die Stellung und Bedeutung des Ruhrgebiets in Europa. Möglich macht das die "Sommerakademie Ruhr.2010" der wissenschaftlichen Einrichtungen in der Metropole Ruhr, die im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas 2010 an der TU Dortmund stattfinden wird.
Die S1 ist die Lebenslinie des Ruhrgebiets. Jeden Tag bringt sie tausende Reisende zur Arbeit, zum Studium, zu modernen Shopping-Centren, historischen Wahrzeichen, ins Kino, das Theater oder zum Rockkonzert. Die S1 verbindet die Ruhrgebietsstädte genauso wie in diesem Jahr die Kulturhauptstadt Europas. Deshalb ist es nur konsequent sie selbst zum Handlungsort der Ruhr.2010 zu machen. Lehrende und Studierende des Instituts für Anglistik der TU Dortmund sowie des Englischen Seminars der Ruhr-Universität Bochum werden vom 25. bis 28. Mai 2010 die S1 als Bühne nutzen und (Bahn)Kultur präsentieren.
16 Debattier-Teams aus ganz Westdeutschland treten am 17. und 18 April 2010 an der TU Dortmund gegeneinander an. Gestritten wird sich um die Westdeutsche Meisterschaft, die sich nach einigen Vorrunden und zwei Halbfinals letztendlich am 18. April um 14 Uhr im Dortmunder Rathaus entscheidet. Die Gewinner sichern sich Startplätze für die 10. Deutsche Debattiermeisterschaft im Juni in Münster.
Eric Saties "Vexations" sind Scherz und Schmerz zugleich. Ganze 840 Mal verlangt er vom Aufführenden das Spiel einer kurzen Notenzeile samt einer von zwei möglichen Variationen – ein Konzertprojekt, das 14 Stunden non-stop Musik beinhaltet. An die 30 Studierende und Lehrende des Instituts für Musik und Musikwissenschaft wagen sich am 13. Januar 2010 an Saties "Quälereien“, so die deutsche Übersetzung des Titels. Ab 8 Uhr morgens wechseln sie sich immer wieder im Foyer der Emil-Figge-Straße 50 ab und läuten so das Kulturhauptstadtjahr der Ruhr.2010 an der TU Dortmund ein.