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Julia Sattler

Kulturhauptstadtbeauftragte der

TU Dortmund

August-Schmidt-Straße 4

44227 Dortmund

Tel: (0231) 755-7574

 

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Still-Leben Ruhrschnellweg

Die A40 ohne Autos – für viele Bewohner des Ruhrgebiets ist das unvorstellbar. Doch genau dieses Szenario wird sich am 18. Juli 2010 auf der Hauptverkehrsader der Region ereignen. Dann feiern die Bürger und Besucher der Metropole Ruhr ein einmaliges "Fest der Alltagskulturen" mitten auf der Autobahn. Für die Kulturhauptstadt Europas Ruhr.2010 entsteht auf einer Strecke von fast 60 Kilometern aus 20.000 Tischen eine Begegnungsstätte der Kulturen, Generationen und Nationen. Und auch die TU Dortmund wird auf dieser längsten Tafel der Welt vertreten sein.

 

bild still-leben meldungVon 11 bis 17 Uhr wird die gesamte Strecke in beide Richtungen gesperrt und für Besucher freigegeben. In Fahrtrichtung Duisburg wird die längste Tafel der Welt zur Bühne kultureller Vielfalt der Metropole Ruhr. Auf der Fahrbahn von den Ausfahrten Dortmund-Märkische Straße bis Duisburg-Häfen können alle Interessierten die einmalige Chance nutzen, mit allem was Räder, aber keinen Motor hat, die Autobahn zu befahren.

 

Die Teilnehmer gestalten dabei das Programm selbst. Jeder der 20.000 Tische ist eine kleine Bühne. Ergänzt wird das Programm durch die sieben Anrainerstädte Duisburg, Oberhausen, Mülheim an der Ruhr, Essen, Gelsenkirchen, Bochum und Dortmund, die ihre Beiträge auf städtischen Bühnen präsentieren. Die Stadtsportbünde errichten in Zusammenarbeit mit dem LandesSportBund Sportinseln entlang der Strecke in Richtung Duisburg.

 

Die TU Dortmund ist mit 27 Tischen vertreten

Die TU Dortmund hat sich für ihre 27 Tische etwas ganz Besonderes überlegt. Gezeigt wird die Fotoausstellung "mittendrin“, in der Studierende des Seminars für Kunst und Kunstwissenschaft festgehalten haben, wie es sich anfühlt Student zu sein. Die ausgestellten Fotografien reflektieren das Selbstbild der Studierenden und bieten einen subjektiven künstlerischen Blick. Sie vermitteln so neue Sichtweisen auf den Lebensabschnitt des Studiums in seiner Vielschichtigkeit und Komplexität auf dem Campus ebenso wie in privater Umgebung.

 

Zusätzlich können die Besucher an den Tischen der TU ihre Geschmacksnerven testen. Die Fakultät Statistik plant nämlich zwei Geschmackstest. Im Rahmen dieser Tests werden die Versuchspersonen Coca Cola und Pepsi Cola  trinken bzw. rote und grüne Gummibärchen essen, ohne zu wissen, um welche Cola- bzw. Gummibärchenversion es sich dabei handelt.   Die Ergebnisse werden schließlich wissenschaftlich ausgewertet und auf der Homepage der Fakultät Statistik veröffentlicht.

 

Mit dem Projekt "Burka-Konfrontationen" beteiligt sich das Seminar für Kulturanthropologie des Textilen am "Still-Leben Ruhrschnellweg“. Unter der Leitung von Dr. Beate Schmuck flanieren Studierende in Burkas auf der A40, präsentieren eine Burka-Videoinstallation und erläutern interessierten Passanten verschiedene Perspektiven der Verschleierungsthematik. Aus den Burkas ertönen gesprochene Texte zu Burka-Diskussionen in der internationalen Presse, zu Reaktionen von Passanten in der Dortmunder Innenstadt, zu religiösen Quellenbezügen oder zur Ganzkörperverschleierung afghanischer Frauen in Reiseberichten des 19. und 20. Jahrhunderts.