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Dr. Beate Schmuck

Emil-Figge-Str. 50

44227 Dortmund

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Tel: (0231) 755-2905

 

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Burka-Konfrontationen

Das Kopftuch gehört in den meisten Ruhrgebietsstädten schon zum Alltag. Doch wie reagieren ganz normale Passanten, wenn sie eine Frau sehen, deren Körper durch die Burka komplett verhüllt ist? Studierende des Seminars für Kulturanthropologie des Textilen untersuchen die Reaktionen in dem Seminar "Fremdgänge – Fremdblicke: Transdifferente kulturdidaktische Bewegungen im eigenen Raum". In diesem Zusammenhang werden sie sich mit einer Burka verkleidet  am 18. Juli während des 2010-Festes "Still-Leben Ruhrschnellweg" auf die A40 begeben und die Besucherinnen und Besucher konfrontieren.

 

Burka1Einerseits sollen auf der A40, ähnlich wie schon in vorherigen Experimenten, die Reaktionen der Passanten getestet werden, wenn ihnen eine Frau mit Burka gegenübersteht. Andererseits wird es aber auch darum gehen, wie Besucher reagieren, wenn sie mit den bereits vorhandenen Ergebnissen der Experimente konfrontiert werden. Die Burkas werden als Ausstellungsfläche dienen, sogar eine Burka-Videoinstallation wird zu sehen sein. Aus den Burkas werden gesprochene Texte zu Burka-Diskussionen in der internationalen Presse, zu Reaktionen von Passanten in der Dortmunder Innenstadt, zu religiösen Quellenbezügen oder zur Ganzkörperverschleierung afghanischer Frauen in Reiseberichten des 19. und 20. Jahrhunderts ertönen. 

 

Viele Passanten fühlen sich durch die Burka gestört

Im Rahmen von Experimenten, die die Seminarteilnehmer bereits auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt und in Dortmunder S- und U-Bahnen durchgeführt haben, wurde deutlich, dass sich viele Passanten durch die Anwesenheit einer Frau in Burka gestört fühlen. Viele sehen dieses muslimische Kleidungsstück als Symbol für die Unterdrückung der Frau im Islam oder aber als Zeichen der Überfremdung in Deutschland.