Ringvorlesung der Fakultät Kulturwissenschaften, Sommersemester 2011, IBZ
Auf dem weiten »Berufsfeld Kulturwissenschaften« gibt es zahlreiche Berufe mit sehr unterschiedlichen Anforderungsprofilen, Chancen und Risiken. Der allgegenwärtigen Kürzung von Fördergeldern, der Schließung bedeutender Einrichtungen und den oftmals prekären Beschäftigungsverhältnissen der Akteure in den Bereichen Bildung und Kultur steht der Boom der so genannten »Kulturarbeit und Kreativwirtschaft« spannungsgeladen gegenüber. In der Ringvorlesung Berufsfeld Kulturwissenschaften, die auch im Sommersemester 2011 wieder von der Fakultät Kulturwissenschaften der TU Dortmund angeboten wird und zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind, soll das Berufsfeld aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden.
Lehrveranstaltung des Seminars für Kunst und Kunstwissenschaft, WS 10/11, Dortmunder U
Im Wintersemester 2010 organisiert der Lehrstuhl für Kunstdidaktik eine Veranstaltungsreihe im "Campus Stadt" der TU Dortmund im Dortmunder U. Die Reihe bietet Gelegenheit zum offensiven Diskurs über wichtige Positionen der Kunstpädagogik heute. Der Konzeption der Reihe liegt ein gesellschaftspolitisches Verständnis von kultureller Bildung zu Grunde, in deren Rahmen auch das Schulfach Kunst zu verorten ist.
Lehrveranstaltung des Seminars für Kulturanthropologie des Textilen, WS 09/10, SS 10 und WS 10/11, TU Dortmund
Das Kopftuch gehört in den meisten Ruhrgebietsstädten schon zum Alltag. Doch wie reagieren ganz normale Passanten, wenn sie eine Frau sehen, deren Körper durch die Burka komplett verhüllt ist? Textilstudierende des Instituts für Kunst und Materielle Kultur untersuchen diese Reaktionen seit dem letzten Wintersemester in dem Seminar "Fremdgänge – Fremdblicke: Transdifferente kulturdidaktische Bewegungen im eigenen Raum". Zum Abschluss des Projektes werden die Ergebnisse aus den Seminaren in einer Publikation zu transdifferenten Themen veröffentlicht.
Lehrveranstaltung des Seminars für Kunst und Kunstwissenschaft, WS 09/10 und SS10, TU Dortmund
Jugendliche Subkulturen sind lebendiger Bestandteil des kulturellen Lebens in Schulen, Stadtteilen und Szenen. Im Rahmen der Seminarreihe "'Scanning Scenes': Ästhetisches Verhalten von Jugendlichen" realisierten Studierende des Seminars für Kunst und Kunstwissenschaft unter der Leitung von Prof. Klaus-Peter Busse im Wintersemester 2009/2010 sowie im Sommersemester 2010 mit den Mitteln Fotografie, Video und Interview ein kollaboratives Projekt an unterschiedlichen Orten in Dortmund. 2011 mündet das Projekt in einer Ausstellung im Dortmunder U.
Studienprojekt des Seminars für Kulturanthropologie des Textilen, SS 10 und WS 10/11, TU Dortmund
Den Strukturwandel des Arbeitssektors und den Übergang von der Industrie- zur Wissensgesellschaft untersucht ein zweisemestriges Studienprojekt des Seminars für Kulturanthropologie des Textilen seit dem Sommersemester 2010. 17 Studierende nehmen an dem Projekt teil und erarbeiten das ruhrgebietsrelevante Thema interdisziplinär. Im Fokus ihrer Untersuchungen stehen die Dinge der Ruhr, kulturelle Materialisationen und Objektivationen, die den Strukturwandel lesbar und erfahrbar machen.
Die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung des HipHop im Ruhrgebiet steht im Mittelpunkt der internationalen Konferenz "HipHop im Revier: Identitäten – Ökonomien – Politiken“ des Instituts für Anglistik und Amerikanistik der TU Dortmund, die in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung durchgeführt wird. Am 2. und 3. Juli 2010 werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter der Leitung von Sina Nitzsche, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Anglistik und Amerikanistik, im Dietrich-Keuning-Haus Fragen zu Produktion, Konsum und Distribution im Kontext von street credibility und künstlerischer Kreativität diskutieren. Für Studierende bietet das Institut im Sommersemester 2010 zusätzlich zwei Projektseminare zu dem Thema an.
The Ruhr Region has developed from a major industrial hub to a center for new technologies and the creative arts. Selected as European Capital of Culture for 2010, the Ruhr Metropolis is presenting itself, its cultural diversity, and its potential to the world throughout the year. The International Summer Program (ISP) 2010 at TU Dortmund University focuses on German culture in local, European, and global contexts while incorporating the cultural activities and events of Ruhr 2010. It has been especially designed for international students from all over the world.
Studierende, Wissenschaftler und Künstler aus dem Ruhrgebiet diskutieren im Juni 2010 eine Woche lang interdisziplinär und spartenübergreifend die Stellung und Bedeutung des Ruhrgebiets in Europa. Möglich macht das die "Sommerakademie Ruhr.2010" der wissenschaftlichen Einrichtungen in der Metropole Ruhr, die im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas 2010 an der TU Dortmund stattfinden wird.
An besonders interessierte Studierende der Amerikanistik und internationale Programmstudierende richtet sich das Intensivseminar "Creative Spaces 2010: A Metropolis in the Making?", das das Institut für Amerikanistik im Wintersemester 2009/2010 anbietet. Unter der Leitung von Prof. Walter Grünzweig, Julia Sattler, Angela Märtin und Sina Nitzsche werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst in das Projekt "Kulturhauptstadt 2010" eingeführt. Später arbeiten sie dann auch in Gruppen an eigenen Projekten.
Was wäre Harry Potter ohne seine Brille, Indiana Jones ohne seinen Hut oder Lara Croft alias Angelina Jolie ohne ihre erotisch-eng anliegenden Kleider? Eine Ausstellung von Studierenden des Seminars für Kulturanthropologie des Textilen (Institut Kunst und Materielle Kultur) geht diesem Zusammenhang zwischen Heldenbildern und ihrer kostümlichen Ausstattung im Frühjahr 2010 nach. In der Seminarreihe "Helden der Kunst und der Leinwand" wurde die Ausstellung im Sommersemester 2009 und Wintersemester 2009/2010 vorbereitet.
Der baukulturelle Mehrwert zeitlich begrenzter Interventionen in Stadtgebiete steht im Mittelpunkt des trinationalen studentischen Wettbewerbs "Temporäre Stadt an besonderen Orten". Raumplanungs-, Architektur- und Städtebau-Studierende aus Dortmund, Siegen, Aachen, Ungarn und der Türkei entwickelten in den vergangenen beiden Jahren in Workshops Entwürfe für Problemzonen der drei europäischen Kulturhauptstädte 2010: die Metropole Ruhr, Istanbul und Pécs. Die Gewinnerentwürfe werden teilweise im Sommer und Herbst 2010 für einen begrenzten Zeitraum in den beteiligten Städten umgesetzt.
Einen "mobilen Designkiosk" sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des gleichnamigen Seminars des Lehrstuhls Grundlagen der Architektur im Sommersemester 2009 entwerfen. Aus 17 Arbeiten wählte die Fachjury schließlich den besten aus: Roland Meinzer erhielt den Zuschlag für die Realisierung und die damit verbundenen 1.000 Euro Preisgeld. Sein Designkiosk ist der Informations-, Aktions- und Verkaufsstand des Kulturhauptstadt-Projektes "DESIGNKIOSK RUHR.2010 – Arts & Crafts im Ruhrgebiet". Zeitgleich mit dem Start des Projekts am 02. Mai 2010 wird der Stand auf Tournee durch das Ruhrgebiet gehen.
Das Revier häutet sich, ohne dass bereits ein neues Muster erkennbar wäre. Was ist vom Mythos Ruhrgebiet geblieben? Wie leben Menschen in dieser Region, die sich so radikal wandelt? Was entsteht neu, was transformiert sich? In einem Projekt am Institut für Journalistik der TU Dortmund gehen Studierende, im Sommersemester 2009, dieser Fragen nach.
Studierende des Faches Textil entwickeln unter der Leitung von Wiebke Bartsch künstlerische Objekte und Kostüme, die in Performances inszeniert werden. Ein individuell und frei gewähltes Musikstück (von Rock/Pop über Klassik bis zu Country und Kinderlied) wird in eine tänzerische Choreografie umgesetzt. Tanzbare Objekte oder Kostüme werden zu diesen Bearbeitungen in Szene gesetzt und als Videofilm festgehalten. So entsteht ein abwechslungsreicher Abriss studentischer Auseinandersetzung mit Musik, Bewegung, Tanz, Inszenierungen von Körpern und Textilem.