Am Anfang des Projekts "Das sich dynamisch ordnende Archiv" steht die gemeinschaftliche Suche der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Bildern, um eine fotografische Sammlung über das "Westend“ zu erstellen. Diese Sammlung soll den Blick auf die Stadtteilentwicklung über die vergangenen Jahrzehnte bis ins Jahr 2010 ermöglichen und ins Bewusstsein rufen. Die Veränderungen in Architektur, Infrastruktur und Begrünung aber auch der gesellschaftliche Wandel geben uns Aufschluss über Struktur, Raum und Kultur des heutigen Quartiers.
Der angesammelte Fundus bietet nun die Grundlage für das sich dynamisch ordnende Archiv: Besucherinnen und Besucher haben die Gelegenheit, Ordnungsprinzipien zu entwickeln und die Bilder nach eigenen Kriterien zu sortieren. Der starren Archivordnung wird entgegengewirkt – der traditionelle Archivbegriff wird aufgebrochen. Durch diesen freien, individuellen Umgang mit der Ordnung von Bildmaterial können Bilder und Bildergruppen entkonventionalisiert und in neue, persönliche Kontexte gesetzt werden. Stereotypen Sichtweisen auf Stadt und Raum wird eine neuansichtige Struktur entgegengesetzt. Die Bildersammlung ist Kommunikationsmittel und dient als Erweiterung des bestehenden, alltäglichen Bildumgangs.
Das Projekt richtet sich an die interessierte Dortmunder Stadtöffentlichkeit, insbesondere die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils "Westend“ sowie an Schulklassen, ansässige Vereine und Institutionen vor Ort. Gruppen oder Einzelne haben die Möglichkeit, das sich dynamisch ordnende Archiv über das Projektbüro U-Westend für sich zu buchen und damit zu arbeiten. Das Projekt startet mit einer ersten Präsentation im Projektbüro U-Westend im März 2010 und wird kontinuierlich betreut und ausgebaut, um im September 2010 seinen Abschluss zu finden.