Eine Gruppe Studierender des Seminars für Kulturanthropologie des Textilen/ Institut für Kunst und Materielle Kultur an der Technischen Universität Dortmund hat in einem zweisemestrigen Studienprojekt den Strukturwandel im Ruhrgebiet untersucht. Im Fokus standen dabei die DINGE DER RUHR, kulturelle Materialisationen, die den Wandel lesbar und erfahrbar machen. Sechzehn regionaltypische Dinge wurden hinsichtlich ihrer Bedeutsamkeit, materiellen, formalen und funktionalen Struktur sowie ihres Bedeutungswandels im Kontext des Strukturwandels hinterfragt.
Grubenlampe, Currywurst und Büdchen – alles typische Gegenstände aus dem Ruhrgebiet. Alle diese Dinge erzählen auch eine Geschichte über die Region. Insgesamt 16 solcher »Dinge der Ruhr« hat eine Gruppe von Studierenden des Seminars für Kulturanthropologie des Textilen des Instituts für Kunst und Materielle Kultur an der Technischen Universität Dortmund untersucht. Die Ergebnisse sind vom 11. Januar bis 02. März 2012 im Foyer der Universitätsbibliothek zu sehen.
Alle 16 regionaltypischen Gegenstände, die in der Ausstellung zu finden sind, haben im Kontext des Strukturwandels eine Veränderung in ihrer Bedeutung erlebt. So wie beispielsweise das traditionelle Stößchen, ein schlankes nach oben hin breiter werdendes Bierglas. Früher hatte es keinen Eichstrich, wie viel Bier eingefüllt wurde, hing von der Großzügigkeit des Wirts ab. Heute hat es einen obligatorischen 0,1-Liter Eichstrich. Die Studierenden möchten in der Ausstellung die Entwicklungen in der Region lesbar und erfahrbar machen. Selbst eine gehäkelte Wassermelone, ein Einmachglas oder eine Gasmaske erzählen jeweils eine eigene Geschichte über den Strukturwandel des Ruhrgebiets.
Die Wanderausstellung der Studenten der TU Dortmund hat bereits Station im Kulturort Depot in Dortmund und im MedienHaus in Mülheim gemacht.
vom 11. Januar bis 2. März
im Foyer der Zentralbibliothek
Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.fb16.tu-dortmund.de/textil
Ansprechpartner:
Jan C. Watzlawik
Technische Universität Dortmund, Institut für Kunst und Materielle Kultur
Emil-Figge-Str. 50, 44227 Dortmund
E-Mail: jan.watzlawik@tu-dortmund.de
Büro: 0231 / 755 – 4174, Sekretariat: 0231 / 755 - 2974