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Tagung "Schreibarbeiten an den Rändern der Literatur"

Vom 31. März bis zum 2. April findet im Museum für Kunst-und Kulturgeschichte und im Rathaus Dortmund eine wissenschaftliche Tagung zum 50. Jahrestag der Gründung der Dortmunder Gruppe 61 statt. Die Veranstaltung wird organisiert vom Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt und der Fakultät Kulturwissenschaften (TU Dortmund).

tagung Im Frühjahr 1961 gründet sich in Dortmund eine Gruppe von (Arbeiter-)Schriftstellern, die sich die „literarisch-künstlerische Auseinandersetzung mit der industriellen Arbeitswelt und ihren sozialen Problemen“ zur Aufgabe macht. Dortmund und das Ruhrgebiet bilden damit den Ausgangspunkt für den Versuch, traditionelle Grenzziehungen in Frage zu stellen und die Literatur für neue Themen, Stimmen und Autoren zu öffnen. Dabei geht es nicht nur um Industrie- oder Arbeiterdichtung, die spätestens mit dem Strukturwandel im Ruhrgebiet obsolet zu sein scheint. Vielmehr verbinden sich mit dem Projekt der Gruppe 61 auch Tendenzen der Demokratisierung bzw. Pluralisierung von Literatur und Kultur, die nicht zuletzt auch neue Formen des Schreibens möglich machen, die bis heute von großer Bedeutung sind.

Die Tagung nimmt das Jubiläumsjahr zum Anlass, diese Bewegungen genauer auszuloten, und die durch die Dortmunder Gruppe angestoßenen Veränderungen aufzuspüren, die sich an den Rändern der Literatur ereignen. Beiträge und Diskussionen der Tagung fragen nach der Besonderheit der Texte und Autoren der Gruppe, nach den vorübergehenden Gästen und den entstehenden Widersprüchen, nach den historischen Kontexten und nicht zuletzt nach der Rezeption und nach möglichen Anschlüssen. Die vom Fritz-Hüser-Institut in Zusammenarbeit mit der Fakultät Kulturwissenschaften der TU Dortmund durchgeführte Tagung ist eine Begleitveranstaltung der Ausstellung „Erschriebene Welten – Schreibwelten“ und will 50 Jahre nach der Gründung an die Aktualität der Dortmunder Gruppe 61 erinnern.