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Termin

21. bis 23. Oktober 2010, St.-Johann-Baptist-Kirche, Widumer Platz 1, 44339 Dortmund

Kontakt

Prof. Dr. Barbara Welzel

Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft

Raum 5.228

Emil-Figge-Straße 50

44221 Dortmund

Tel: 0231 / 755-2955

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St. Johannes in Brechten als Erinnerungsort des Ruhrgebiets

Die Wahrnehmung des Ruhrgebiets ist stark durch Industrialisierung und Strukturwandel geprägt. Doch birgt die Region bedeutende Zeugnisse vormoderner Kultur. St. Johannes in Dortmund-Brechten ist so ein Ort. Bis heute ist der mittelalterliche Kirchenbau des 13. Jahrhunderts mit seiner bedeutenden Ausmalung erhalten: ein Kleinod mittelalterlicher Architektur und Kunst. Das siebte Kolloquium zur Kunst, Kultur und Geschichte in der spätmittelalterlichen Stadt widmet sich vom 21. bis 23. Oktober 2010 der Kirche und ihrer Vergangenheit.

St. Johannes

Im Mittelpunkt der Tagung steht der spannungsreiche Dialog zwischen nahsichtiger Erschließung des Ortes – seiner Geschichte, der Pfarrorganisation, dem Kirchenbau, der Ausstattung und der Glocken – und Horizonterkundungen – etwa zur Geschichte der Denkmalpflege oder zur Erinnerungskultur. Ergebnisse aktueller interdisziplinärer Forschung sollen für die interessierte Öffentlichkeit kommuniziert werden und so zur kulturellen Selbstverständigung der Region im europäischen Kontext beitragen.

 

Zu folgenden Themen wird es Vorträge geben:

Choreographie des Weltfinales. Das Brechtener Jüngste Gericht und die Kultur des Gedächtnisses: Prof. Dr. Ulrich Rehm, Bochum

Die Fresken der St.-Johann-Baptist-Kirche und die Denkmalpflege um 1900: M.A. Silke Rüsche, München/Dortmund

Zur Architektur der Brechtener Kirche – Bauformen und Baudetails: Dr. Roland Pieper, Münster

Architektonische Beziehungen zwischen St. Johann in Brechten und Kirchen auf Gotland: Dr. Joakim Hansson, Visby

Rätselhafte Löcher in Gewölben – Merkwürdige Nischen in Wänden: Auf Spurensuche zur Inszenierung von Festen in gotischen Kirchen: Prof. Dr. Johannes Tripps, Leipzig

Lebendige Steine. Die St.-Johann-Baptist-Kirche als Ort der religiösen Erfahrung: Pfarrer Hanno Gerke, Dortmund-Brechten

Lothringische Glockengießer in Westfalen. Die Antonius-Paris-Glocke in Brechten (1652): Claus Peter, Hamm

Das Mittelalter in unserer Gegenwart. Überlegungen zu St. Johann in Brechten: Prof. Dr. Dr. h.c. Otto Gerhard Oexle, Berlin

Baufreudige Grundherren am Hellweg. Der Wandel der Kirchenlandschaft im Dortmunder Raum vom Früh- zum Hochmittelalter: Dr. Gabriele Isenberg, Hattingen

Die mittelalterliche Pfarre Brechten: Prof. Dr. Wilhelm Janssen, Düsseldorf

Reformation und Reformationsgedanken in Dortmund: M.A. Christian Helbich, Münster

Zeugen einer vergessenen Zeit. Annäherungen an die barocke Ausstattung der Kirchen in Brechten: Dr. Ulrich Althöfer, Bielefeld

 

Die Tagung ist für Interessierte geöffnet, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Veranstaltet wird das Kolloquium von der Conrad-von-Soest-Gesellschaft, vom Verein zur Förderung der Erforschung Dortmunder Kulturleistungen im Spätmittelalter, vom Institut für Kunst und Materielle Kultur der TU Dortmund, vom Stadtarchiv Dortmund und der Kirche St. Johannes Baptist in Dortmund-Brechten.